Wirtschaft von Vicenza

Mehr als 92.000 Unternehmen, ein Gesamtumsatz von über 90 Milliarden Euro und Exporte für 15 Milliarden: die Wirtschaftskraft Vicenzas nimmt unter den italienischen Provinzen einen der ersten Plätze ein. Handwerk, Industrie, Handel und Landwirtschaft sind durch viele kleine und mittlere Branchenleader charakterisiert.

Das typische Unternehmen von Vicenza ist noch in Familienhand und hat weniger als 10 Beschäftigte. Dadurch ist es flexibel und kann sich schnell an die Veränderungen der Märkte anpassen und international agieren.

Nach Mailand und Turin, wo viele Großunternehmen ihren Sitz haben,  ist Vicenza die drittgrößte Exportprovinz Italiens: ein Beweis, dass die kleinen und mittleren Unternehmen ausgesprochen konkurrenzfähig sind. Die wichtigsten Absatzmärkte sind die Länder der Europäischen Union, Nordamerika und Asien.

Vicenza hat viele bekannte Markennamen hervorgebracht: Bekleidung und Accessoires (Diesel, Marzotto, Dainese, Gas, Pal Zilieri, Bottega Veneta), Fahrradkomponenten (Campagnolo), Pharmazeutik (Zambon) Stahlproduktion (Beltrame, Valbruna), Grappaherstellung (Nardini, Poli). Persönlichkeiten mit großer wirtschaftlicher Ausstrahlungskraft sind: Federico Faggin (Erfinder des Mikrochips), Aldo Cibic (Architekt und Designer) und Carlo Cracco (Chef). Die Schmuckmessen in Vicenza gehören zu einem Pflichttermin für die wichtigsten Einkäufer der Welt.

Als Weltkulturgut der UNESCO und durch die Architekturbauten von Andrea Palladio ist Vicenza zu einem vielbesuchten Touristenziel geworden. Besucher aus Nordeuropa stellen den größten Anteil dar, aber auch vom amerikanischen und asiatischen Kontinent finden viele Gäste ihren Weg in die Renaissance-  Atmosphäre der Stadt.